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Gestalt-Dialektik
 
Canticum Poeticum   -->   Philosophicum   -   Linguisticum   -   Alphabeticum   -   Paedagogicum
 
In German:
"Konzeption einer Vorschule bzw.
einer Grundschule"

 

 
Quadraturbedingung
Quadraturbedingung der Cheopspyramide
(in German)

 
Contact:
Gustavo Vieyra
Teacher (LAUSD)
75th St. Elem. School
142 W. 75th Str.
L.A. CA 90003
 
Gestaltdialektik@hotmail.com
 

Konzeption einer Vorschule bwz. einer Grundschule

Eine Multilinguale und Musische Erziehung via Poetische Transformationsprozesse

Gustavo Vieyra

1. Die Pädagogische Konzeption eines Kindergartens / einer Grundschule

        In diesem Konzept wird versucht, eine pädagogische Konzeption darzustellen mit dem Ziel, einen Kindergarten und eine Grundschule zu gründen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird eine neue pädagogische Philosophie entwickelt, die im Folgenden "die Gestalt-Dialektik" genannt wird. Durch diese Philosophie sollen die Erzieherin, die Lehrerin oder die Eltern befähigt werden, das Kind auf poetischen und philosophischen Ebenen zu erziehen und zwar via das sogenannte poetisch-musikalische Kontinuum. Um dieses Ziel zu erreichen soll das Kind bestimmte Symbolsysteme internalisieren (z.B. der Fremdspracherweb im Sinne von Spanisch, Englisch, Russisch als zweite oder dritte Sprache) und zwar nach den Prinzipien von Vygotsky, den sensiblen Phasen von Maria Montessori, der frühen musikalischen Erziehung von Zoltan Kodaly und anderen holistischen Methoden.

        Bei allen didaktischen Grundlagen besteht die Gestalt-Dialektik auch aus den allgemeinen Prinzipien der Gestaltpsychologie (Katz, D.,1944; Köhler, W. 1971), aber nicht in statischer Form wie bei der Berliner Schule, sondern in Bezug auf die Entwicklungsprozesse, besonders im psychischen Bereich. Vor allem ist das Ganze nicht nur größer, sondern anders als die Summe der Teile. Zudem berücksichtigt die Gestalt-Dialektik auch andere analytische Faktoren und zwar die folgenden:

  • Bestimmte linguistische Infrastrukturen à la Chomsky (Pinker, S., 1994) in Bezug auf den Spracherwerb werden berücksichtigt.
    Das heißt, daß alles, was ein Kind lernt, bestimmten linguistischen Strukturen entspricht. Beispiel: Die Wörter, die ein Kind um seinen ersten Geburtstag produziert, entsprechen den linguistischen Strukturen seiner wachsenden und "sichtbaren" Sprache. Diese Sprache aber ist ein Endresultat eines langen Prozesses, der bereits im sechsten Schwangerschaftsmonat begonnen hat. Denn zu eben dieser Zeit fängt der Fötus an, die Sprache der Mutter von den Lauten der Umgebung zu unterscheiden. Dieser ganze Prozeß, der die Voraussetzung dafür ist, daß das Kind später sprechen kann, wird in der Gestalt-Dialektik als das "linguistisch Unbewusste" bezeichnet.
     
  • Auch die Prinzipien der Individualpsychologie Adlers(Lundin, R. W., 1989; Rüedi, J.,1995) werden berücksichtigt.
    Das Gemeinschafsgefühl, die teleologischen Perspektiven, die angeborenen und kreativen Eigenschaften eines Kindes, usw. sind die seelische Kraft, ohne deren Dynamik die Individualpsychologie eines Kindes nicht ideal oder optimal wachsen kann.
     
  • Das Wertsystem Makiguchis (Bliss, 1994) wird auch integriert.
    Das heißt, der Mensch ist ein kreatives, soziales und teleologisches Wesen (ähnlich wie bei Adler), das aus angeborenen Tendenzen (was Chomsky als angeborene Instinkte bezeichnen würde) wie auch aus dem sozialen Milieu, seine eigenen Werte kreieren soll. Der Mensch wird so gesehen wie eine Pflanze betrachtet, die das Wasser von außen, den Sonnenschein und die Mineralien vom Boden braucht, um seelisch wachsen zu können. Im Fall des Menschens handelt es sich um eine Pflanze als eine Metapher, die nicht nur das braucht, was von außen kommt, sondern auch das, was ihren intrinsischen Eigenschaften entspringt. Es handelt sich also um die der Seele innewohnenden Kräfte.
     
  • Die Zonen der näheren Entwicklung Vygotskys spielen eine wichtige Rolle.
    Um den Lernprozeß weiter zu begünstigen werden die Zonen der näheren Entwicklung Vygotskys einbezogen, nämlich die Zonen, die nur "Millimeter" weg sind, die sich außerhalb der Kognition befinden und in (denen die) Lernvorgänge noch unsichtbar sind, die man aber schon als die nächste Station des Lernens eines Kindes vorwegnehmen kann. Wenn ein Kind z.B. noch nicht in der Lage ist, ein Wort zu schreiben, ist es kein Beweis dafür, daß das Kind nicht morgen oder übermorgen das Wort schreiben kann. Die Zeit zwischen dem mit Hilfe Erwachsener ermöglichten Erwerb einer Fähigkeit (wie etwa die Fähigkeit ein Wort von der Tafel nachzuahmen) und dem von Erwachsenen unabhängigen, selbständigen Erwerb einer Fähigkeit entspricht den von Vygotsky postulierten (1978) und jetzt weltweit berühmten Zonen der näheren Entwicklung. Bei Säuglingen ist diese Hypothese offensichtlich. Zuerst können sie einzelne Worten oder Silben (auf morphologischen Ebenen) aussprechen (lala, mama, papa) während dessen sie ständig die natürliche Morphologie, Syntax und Semantik der Erwachsenen erfahren. Sie erwerben also die Muttersprache durch die vygotskyschen Zonen, weil fast alles (und nicht alles, wie Chomsky bewiesen hat) durch Nachahmung zuerst auf Assimilationsprozessen stattfindet. Sie werden, wie schon Maria Montessori bemerkt hat, bereits an die nächste psychische Ebene sensibilisiert.
     
  • Didaktische Imperative: Es gibt vier Imperative der Gestalt-Dialektik zu berücksichtigen:
     
    1. Der cartesianische Imperativ: Ganzheitliche Methoden einsetzen
       
      Nach Descartes ist Klarheit und Eindeutigkeit in analytisch-synthetischen Vorgängen die beste Methode, um Probleme zu lösen. Dazu gibt es vier Grundlagen seiner Methode:
       
      • Die erste [ist]: niemals eine Sache als wahr anzunehmen, die ich nicht als solche sicher und einleuchtend erkennen würde, das heißt sorgfältig die Übereilung und das Vorurteil zu vermeiden und in meinen Urteilen nur soviel zu begreifen, wie sich meinem Geist so klar und deutlich darstellen würde, dass ich gar keine Möglichkeit hätte, daran zu zweifeln.
         
      • Die zweite: jede der Schwierigkeiten, die ich untersuchen würde, in so viele Teile zu zerlegen als möglich und zur besseren Lösung wünschenswert wäre.
         
      • Die dritte: meine Gedanken zu ordnen; zu beginnen mit den einfachsten und faßlichsten Objekten und aufzusteigen allmählich und gleichsam stufenweise bis zur Erkenntnis der kompliziertesten, und selbst solche Dinge irgendwie für geordnet zu halten, von denen natürlicherweise nicht die einen den anderen vorausgehen.
         
      • Und die letzte: überall so vollständige Aufzählungen und so umfassende Übersichten zu machen, dass ich sicher wäre nichts auszulassen.
         
      Descartes, 1961, S.18-19                   

       
      Die Methodik der Gestalt-Dialektik stimmt völlig mit den vier cartesianischen Prinzipien überein. Der "analytische Weg" ist der kategorische Imperativ, sozusagen der "cartesianische Imperativ." Alles, was man unternimmt, muß zuerst "klar und eindeutig sein", zunächst vom Ganzen bzw. von Außen nach Innen, analytisch mit den Gegebenheiten der Realität umzugehen, dann folgend mit der Synthese, nämlich aus den Teilen wieder das Ganze zusammenzusetzen. Wenn das so ist, wenn die analytischen Vorgänge die besseren Lösungen sind, warum sind dann die Ganzheitsmethoden im Erstlesen und -schreiben in Deutschland der 60er-Jahre gescheitert? Vielleicht waren sie nicht so "klar und eindeutig" für die Erstkläßler!
       
    2. Immer von dynamischen Ganzheiten auszugehen bis ins Infinitum
       
      Die Gestalt-Dialektik läßt sich dann weiter definieren: Erstens durch das Prädikat, immer von dynamischen Ganzheiten auszugehen bis ins Infinitum und zweitens durch den cartesianische Imperativ. Das würde bedeuten z.B. im Bereich der frühen musikalischen Erziehung, daß man ein musikalisches Programm entwickeln sollte, in dem die Kinder zuerst sehr einfache Lieder singen, im Laufe der Zeit aber immer komplexere Lieder singen würden, oder daß die Kinder zunächst nur die Flöte spielen, aber nach vier Jahren schon in der Lage sein würden, Musikstücke von Mozart oder Beethoven auf dem Klavier zu spielen. Nach diesem Prinzip, gibt es theoretisch keine Grenze. Die Pädagogik verwandelt sich in eine echte Kunst, die selbstverständlich keine Grenze in der Menge oder in der Qualität des Lernstoffes setzen soll. Das Kind entscheidet, wie viel es von einem akademischen Bereich lernen will, und das entsprechende Kurrikulum soll vorhanden sein, damit alle Kinder "bis ins Infinitum" den Zugang dazu haben können und insbesondere die hochbegabten Kinder, die so oft vernachlässigt werden.
       
    3. Der gestalterische Imperativ: "Gestaltqualtäten" zu entdecken
       
      Es ist ein wichtiges Ziel der Gestalt-Dialektik, immer wieder "Gestaltqualitäten" (Von Ehrenfels 1960 I) zu entdecken. Gestaltqualitäten sind phänomenale Eigenschaften, die nach der Gestalt-Dialektik aus der Umgebung simultan wahrgenommen werden oder die das Potential besitzen, von den Kindern nach einem bestimmten Training simultan wahrgenommen zu werden. Die Simultanität ist also eine besondere Eigenschaft der Gestaltqualitäten nach der Theorie der Gestalt-Dialektik. Um das Phänomen blitzartig wahrnehmen zu können, wird eine bestimmte psychologische Organisation vorausgesetzt. Diese psychologische Organisation wird nach der Prägnanz der Gestalt (Katz 1944, S. 46) von verschiedenen Faktoren wie folgt vorausbestimmt:
       
      Regelmäßigkeit
      Symmetrie
      Geschlossenheit
      Einheitlichkeit
      Ausgeglichenheit
      Maximale Einfachheit
      Knappheit

      Gestaltqualitäten entsprechen ganzheitlichen Bestimmtheiten, die im Bewusstsein des Kindes als quasi-natürliche Eigenschaften eingeprägt werden können. Beispiel: ein Quadrat erscheint als etwas in sich selbst Eingeschlossenes, und zwar a priori im Sinne von Kant (Kant 1983). Es repräsentiert eine rein optische Figur, etwas "Objektivvorgegebenes und Vollkommenes" (Von Ehrenfels 1960 II). Die Gesetze der Gestaltpsychologie bieten Gestaltqualitäten dar. Die Gestaltgesetze entsprechen selbständigen Einheiten, besonders in optischen und akustischen Bereichen, z. B. dem Gesetz der Nähe, der Gleichheit, der Geschlossenheit, der guten Kurve, der gemeinsamen Bewegung und der Erfahrung (Katz 1944, S. 30-36).
       
    4. Der Sprachförderungseinsatz der Gestalt-Dialektik
       
      Die Sprachentwicklung hat immer Vorrang. Ohne die Sprachentwicklung können die Kinder nicht lesen oder schreiben. Darum soll die mündliche Entwicklung zuerst und vor allem gefördert werden.
       
      Um die mündliche Sprache am besten zu fördern, werden die Prinzipien der frühen musikalischen Erziehung nach Kodaly und Orff-Schulwerk im Vorschulalter gefördert. Die Methoden des Erstlesen und -schreibens und des Fünfer-Systems (in bezug aud die Einführung der Zahlen) werden auch im frühen Alter berücksichtigt und zwar durch ein poetisch-musikalisches Kontinuum. Jetzt aber geht es zuerst, die Gestalt-Dialektik weiter zu definieren und zwar in Bezug auf das psychische Gesamtfeld des Menschens.

Vollständiges Dokument

Der hier beschriebene Text stellt ein Exzerpt des Dokuments "Konzeption Kindergarten Vorschule" dar. Um das vollständige Dokument zu lesen klicken Sie bitte dieses PDF an: konzeption_kindergarten_vorschule.pdf
 

 


 

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